AUT Zeit: 29.12.2008 - 10:35
GUT Zeit: 29.12.2008 - 03:35
Hallo Leute,
es begann vor ca. 1,5 Jahren, und ich kann sagen jede einzelne Minute zahlte sich aus.
Ich bedanke mich auch bei allen Leuten die mir geholfen haben dass die Zeit in Guatemala unvergesslich wird, und auch an die Österreicher, die von Zeit zu Zeit einmal an mich gedacht haben, und sich bei mir gemeldet haben.
Eine für mich sehr wichtige Zeit ist nun zu Ende, und ich hoffe dass auch die nächste Zeit hier in Österreich nur annähernd so interessant wird.
lg aus jetzt wieder Peuerbach
Daniel Antlinger
P.S.: Die Seite www.dantlinger.at ist nun eher auf Urlaub, aber vielleicht gibt es ab und zu einmal etwas zu berichten.
AUT Zeit: 30.11.2008 - 04:22
GUT Zeit: 29.11.2008 - 21:22
Hallo Leute in Europa oder auch sonst wo,
ich bin seit zwei Tagen wieder in Guatemala, und hatte hier viel zu tun.
Ich musste zusammenräumen, viel Papierkram erledigen, und habe ja leider nur noch eine Woche um das ganze zu beenden.
Ich nehme mir jetzt trotzdem die Zeit um ein wenig meine Reise zu beschreiben.
Es ging los vor über einem Monat:
Es war klar dass ich mit den Schweizern Stefan Brantschen und Sebastian Volpi noch zum Tauchen nach Roatan fahren wollte, daher kündigte ich meine Arbeit, und ging gemütlich auf Reisen.
Sonja, Alex, Viktor die beiden Schweizer und ich fuhren zu erst zu den Kaffeebauern nach Capucal Chaguiton um dort die Schule einzuweihen.
Ich war da eigentlich eher nervös, weil ich auch eine Ansprache gehalten habe. Wir kamen dort an, und schnell versuchte ich noch irgendwas zusammen zu schreiben. Die Familie dort hat mir natürlich gut geholfen.
Vorher haben wir in La union für die Familie noch einiges an Gemüse eingekauft, war wohl eher nur um unser Gewissen zu beruhigen :-)
Lustig war auch dass mir die Alex (Krankenschwester wohlgemerkt) dort den Bart rasiert/geschnitten hat.
Am Vortag noch ein bisschen Rum getrunken, und eigentlich relativ bald ins Bett.
Nächsten Tag ging es bald auf, und da Viktor hat mir freundlicherweise sein Jacket geliehen.
Begonnen hat alles mit der Kirche, wo die ganzen Österreicher einen Ehrenplatz hatten, und vorne gleich neben den Pfarrer gesessen sind. So wirklich wohl habe ich mich da nicht gefühlt, aber es war erstaunlich was sich die Leute da angetan haben.
Dann ging es runter zu der Schule, wo wir auch wieder auf der Bühne sitzen mussten. Jeder redete ein bisschen, und ich habe auch kurz irgend einen Scheiß geredet. Weiß gar nicht mehr was, weil ich einfach improvisiert habe. War aber eher nicht so gut. Auf Spanisch war das irgendwie schwierig für mich.
Der Bruno hat uns freundlicherweise auch einen richtig alten Rum geschenkt, der aber leider keine 10 Stunden überlebt hat :-)
Nach dem offiziellen Teil, ging es ans Tanzen. Ich habe da natürlich auch fleissig zugeschlagen, und mit ein paar verschiedenen Frauen von dort getanzt. War recht lustig. Dann bin ich in die eine Klasse, und wir haben uns mit den Kindern echt super amüsiert.
Die Kinder wollten natürlich die weisen ein bisschen belästigen, und so wurden da Sebi, Stefan und ich von ca. 30 kleinen attakiert. Es wurde gelacht und herum getollt. War echt super, und ein besonderer Augenblick für mich. Ich habe ihnen dann auch ein paar Spanische Lieder mit der Gitarre gespielt, und das kommt natürlich recht an wenn ein weiser spanische Lieder, die auch aus Guatemala kommen spielen kann.
Leider war es darauf hin schnell zu Ende, und während die ganzen Leute zusammengeräumt haben, haben sie mich gezwungen noch ein paar Lieder zu spielen. Diesmal nicht nur für die Kindern, sondern für alle 30 Leute oder so die noch da waren. Natürlich haben sie mich ausgelacht (oder auch einfach nur so gelacht)
Darauf hin ging es mit dem Pickup wieder ins Haus der Carmelina, wo wir nach dem Essen noch den Rum probiert haben.
Ich habe übrigends für alle Lehrer und Ehrengäste Bier spendiert, und im Haus der Carmelina war auch noch ein bisschen was (eher ein bisschen viel) übrig.
Am Abend ist dann der Bruno noch mit ein paar Leuten gekommen, und so wurde daraus noch ein lustiger Abend. Ich habe mich recht gut mit Bruno verstanden, und habe daher viel Respekt von ihm aufgebaut. Wir haben auch dann alle gemeinsam den Rum geleert, und Bruno hat mir noch einiges über die Probleme die sie in La Union haben. Ich denke es könnte in nächster Zeit da noch ein richtiges Projekt entstehen.
Nachdem schon alle im Bett waren, und nur da Stefan und ich übrig geblieben sind (was übrigends auch später noch oft passieren wird), habe ich in Stefan noch richtig gut kennen gelernt. Auch mit ihm war es sehr interessant zu reden. Wir haben dann noch das ganze Bier vernichtet, und sind ziemlich spät ins Bett.
Für Stefan und mich gab es nur eine oder zwei Stunden schlaf, dann mussten wir schon wieder aufstehen. Das Problem war ja dass wir mit dem Bus über die Berge zu der hondurianischen Grenze fahren mussten.
Ich habe mich von allen verabschiedet, besondert von der Alex, weil sie nach Österreich zurück ist, und ich sie daher nicht mehr sehen werde.
Die beiden Schweizer und ich sind dann mit ein paar Busen weiter nach Copan, wo wir auch bald weiter nach La Ceiba sind. Dort mussten wir eine Nacht bleiben, was eigentlich eher blöd war.
Ich denke das war wieder so eine billiges Buff mässiges Hotel. Es waren benutze Kondome im Papierkorb, und die Leute dort rauchten auch einiges an Gras. Komisches Hotel.
Da Stefan und ich sind dann noch ein wenig fort gegangen. Lustig war dass uns so ein komischer Type zu einer Disko gefahren hat, und wir später gemerkt haben dass der Typ als Frau bekleidet später nachgekommen ist. Ja das war eine schwule Nacht.
Da Stefan und ich sind fast auf einer als Frau verkleideter Schwuchtel reingefallen. (es gibt da auch lustige Fotos) Dem Typen hat man es fast nicht angekannt, und so hatten da Stefan und ich noch viel Spaß mit denen. Als wir aber gemerkt haben dass einer von denen vom Stefan wirklich was wollte, sind wir schnell abgedampft.
Nächsten Tag dann ging es bald Richtung Roatan, wo unsere Tauchkarriere weiter gehen sollte.
So wie sonst auch wurde im Schiff viel gekotzt, weil der Wellengang, wie soll ich sagen, recht lustig war für manche Leute. :-)
In Roatan haben wir uns in das wohl lustigste Hostel gefunden das es dort gibt. Geleitet wird es von einer alten USA Hexe, die uns auch mehr als einmal rausschmeissen wollte. (war diesmal aber wirklich nicht unsere Schuld)
Dort haben wir auch unseren freakigen Tauchlehrer getroffen, der mit uns dann die Kurse gemacht hat. Stefan ist jetzt Open Water, Sebi und ich sind Advanced. Ich habe auch überlegt dort meinen Dive Master zu machen, weil es von meinen Tauchgängen her ja schon fast gehen würde. Habe es aber zwecks Zeitdruck und Geldproblemen dann doch nicht gemacht.
Jetzt komme ich zu meinem derzeitigen grössten Problem, ich glaube mir wurde die Tauchlizenz, also das Teil dass ich an PADI senden müsste gestohlen. Somit habe ich jetzt gar nichts mehr in der Hand, ich hoffe ich kann da was machen, und das noch irgendwie regeln.
Ein Problem war dass die Einwohner dort Strassenbarrieren aufgebaut hatten. Das war der Protest, weil sich die Strompreise verdreifacht haben. Daraufhin hat die Regierung den Strom abgedreht. Wir hatten also keinen Strom, kein Geld weil die Bankomaten nicht funktionierten, und so wurde die Stimmung etwas getrübt.
Ich habe mich darauf hin dem Problem angenommen, und habe mit PickUps und Arbeiterlastwagen bis in die größte Stadt gestoppt. Dort fand ich einen Bankomat der mir Geld gab. (dieser wurde mit einem Notstromaggregat betrieben)
Ich habe das sehr interessant gefunden, weil ich dort auch einiges über die Schwierigkeiten zwischen den Schwarzen, den Latinos und den weisen Touristen gelernt habe.
Roatan war echt lustig, ich habe dort sooo viele lustige Leute kennen gelernt, und es war echt ein Spaß. Ich ging regelmässig in die Reagee-Bar, und amüsierte mich am Abend, und tauchte am Tag.
Es gab dort viele lustige Leute von der ganzen Welt.
Tja, auch die Zeit dort ging zu Ende, und wir gingen weiter nach Nicaragua. Geplant war das alles nicht, weil ich nur zum Tauchen mit denen fahren wollte.
Wir fuhren zuerst nach Tegucigalpa (Hauptstadt von Honduras) und mussten dort wieder übernachten.
Nächsten Tag beim Terminal uns uns etwas sehr sehr gutes passiert, wir haben 3 Schweizerinnen kennen gelernt, mit denen zogen wir von nun an durch die Länder.
Die liebe Kathrin, Michelle und die Cynthia. Von nun an waren es die 3 Engel für Össi. Das hat sich so ergeben, weil ich als einziger Österreicher immer Össi genannt wurde.
In Leon angekommen fanden wir schnell ein wirklich geiles Hotel. Es war billig und mit Pool, und mit Bar. Tja, wir verbrachten dort eine lustige Zeit. Bier im Pool, Tanzen in der Stadt...usw Die Frauen kochten für uns, und nächsten Tag kochten wir für die Frauen.
Wir kannten auch bald Leute von dort, und mit den Nicas gingen wir dann an den Strand. Dort gab es auch ein Pool mit Sessel drinnen. Sebi und ich konnten es uns natürlich nicht verkneiffen dort einen Frühshoppen im Pool abzuhalten. :-)
Die Wellen dort am Pazifik waren natürlich der Wahnsinn, ein paar Wellen haben uns wirklich gefi***, und einmal habe ich sogar die Badehose verloren. Wie soll es anders sein haben mich alle ausgelacht :-) War dann zum Glück schneller wie die Welle, und habe sie gerade noch erwischt, die böse Badehose.
Nachdem wir dort viel Leute kennengelernt, viel getanzt, und auch sonst ein paar lustige Aktionen gerissen haben, musste es leider weiter gehen.
Wir haben dort eine gemischte Gruppe kennengelernt, mit der es dann weiter an ein Hotel am Strand ging. Die Gruppe bestand aus Deutschen, USAnern und Engländern. Habe mir auch überlegt vielleicht einmal schnell nach England zu fliegen. Aber schauen wir mal.
Am Strand dort haben wir uns sogar einmal ein Surfbrett ausgeliehen, und ich kann mich jetzt Herrscher über die Wellen nennen. Obwohl ich es nicht so wirklich geschafft habe, aber egal. Surfen ist echt lustig.
Am letzten Abend ist die ganze Gruppe am Strand gesessen, wir haben Musik mit Boxen und iPod gehört, ein bisschen getrunken, und eine feine Zeit verbracht.
Nächsten Tag ging es weiter nach Granada, und ich war daheim. Granada ist eine absolute Partystadt, und die Frauen dort sind auch nicht von schlechten Eltern ;-)
Na ja, was soll ich sagen, dort ging es auch irgendwie so dahin. Ich habe die derzeiten Zivildiener die dort sind kennen gelernt, habe mich viel mit den Leuten dort und den Kindern auf der Strasse beschäftigt. Einmal gaben wir den Kindern Mathematik Unterricht auf der Strasse.
Ein schwarzer Typ hat für uns Reagee gesungen, und sonst auch ging es dort recht zu.
Dann war für mich die große Frage, die Gruppe verlassen und zurück Reisen, oder weiter nach Costa Rica. Die Schweizer haben mich so bearbeitet, bis ich doch noch mit bin in das TEURE Costa Rica.
Dort dann habe ich wohl meine letzten Geldreserven verbraucht. Wir waren dort in einem eher Touristenbereich namens Tamarindo.
Dort gab habe ich mich eigentlich nicht mehr so wohl gefühlt, dort waren nur US Gringos, und man kennt da beim fort gehen von der Atmosphäre einen Unterschied. Weiß auch nicht wie ich das erklären soll.
Ich leidete dort schon ein bisschen unter Zeitdruck, weil ich zuviel auf Reisen war, und ich auch noch in Guatemala soviel zu erledigen habe.
Ich entschied mich also nach Guatemala zurück zu gehen. Flüge gab es keine brauchbaren, also checkte ich mir einen Bus. Das war auch nicht so einfach wie gedacht, und so habe ich viel Zeit damit verschissen, mich um meine Heimreise zu kümmern.
Aber nach zwei Tagen im Bus, kam ich über El Salvador rechtzeitig heim nach Guatemala.
Juhu Guatemala, endlich wieder daheim.
Es war im großen und ganzen eine sehr lustige Zeit, und ich bedanke mich bei allen Leuten die ich kennen gelernt habe, und die mir das Leben schön gemacht haben dort. Besondern bei den Schweizern, zu denen ich eine gute Beziehung habe, und sie auch mal in der Schweiz besuchen werde.
Ich habe eine sehr spontane und eigentlich nicht geplante Reise gemacht, und ich kann sagen dass ich fast nichts von dem was passiert ist bereue. Aus allen Problemen und gesprächen (gerade mit anderen Kulturen) lernt man was, was für das spätere Leben von Vorteil ist.
Irgendwann kann man aus den Gesprächen die man geführt hat, und die Erfahrungen die man gemacht hat schöpfen.
Somit beende ich jetzt meinen Bericht, und bemühe mich darum die letzten 10 Tage in Guatemala die mir vor der Ankunft meiner Freunde noch bleiben, sinnvoll zu verbringen, und alles zu schaffen was ich mir in dieser kurzen Zeit noch vor genommen habe.
lg aus Guatemala City, und haltet die Ohren steif
Daniel Antlinger
AUT Zeit: 11.11.2008 - 01:33
GUT Zeit: 10.11.2008 - 18:33
Hallo Leute,
ich muss ehrlich sagen ich habe gerade keine Zeit, 3 Schweizerinen kochen gerade fuer uns Spagetti, und ich muss zum Essen rechtzeitig dort sein.
Nur kurze Uebersicht:
- Ich war die Schule einweihen beim Kaffebauern in Capucal Chaguiton, aber ich vergesse immer wie man es schreibt. (musste dort auch eine Ansprache halten, die aber ziemlich schlecht war, Bilder gibt es spaeter)
- Dann sind wir nach Honduras auf die Insel Roatan, wo fast Revolution ausgebrochen waere. Streiks, Strassensperren, Stromausfall...usw
Ich habe dort auch meinen naechsten Tauchkurs gemacht
- Dann waren in der Hauptstadt von Honduras Tegucicalpa (oder so aehnlich)
- Heute sind wir in Nicaragua in Leon, wo es wiiiirklich so geil ist, dass ich gar nicht mehr weg will. So ein geiles Hostel haben wir. Dann geht es auf den Vulkan zum Surfen. Auf die Insel des Sees, wo es ein Projekt mit Kindern gibt, dass ich gerne besuchen moechte. Und vielleicht fahren wir auch noch auf eine feine Insel.
So sorry, keine Zeit, macht euch keine Sorgen. Kamera habe ich leider keine mit, aber die ganzen anderen Touristen werden mir da schon was senden hoffe ich.